Winter aktiv / Faschingrennen 

Der Brauchtum ist wichtiger Bestandteil des Lebens im Krakautal.

So findet jedes Jahr am Rosenmontag („Damischmontag") einer der ältesten Bräuche, das Faschingrennen statt. Wenn im Morgengrauen das Gejauchze ertönt, dann ist es wieder so weit.

Durch Lärm werden die Dämonen des Winters verscheucht, und das Erwachen der Natur begrüßt.

Es lohnt, einmal dabei zu sein, wenn im Morgengrauen der Wegauskehrer, der Heanagreifer (Hühnergreifer) im Federgewand, dahinter die Schellfaschinge, bekleidet mit kurzer Lederhose, darunter weißer langer Unterhose, weißem Hemd mit buntem Tuch um die Schultern, um die Mitte einen Schellenkranz eine bunte Spitzkappe und mit einem langen Stab in der Hand, unter Trommelschlag, Schellengeklingel und Glockengeläut auslaufen.

Als Zeichen des Willkommenseins werden bei jedem Haus und Hof Eier den Faschingrennern bereitgestellt. In der tief verschneiten Winterlandschaft laufen die Schellfaschinge vor jedem Haus ihr „Radl".

Gelegentlich wird auf dem Weg der Faschingrenner in einer Höhe von 2-3 Metern eine Kette gespannt (Speng), die zumindest vom Wegauskehrer übersprungen werden muss.

Bis zum abendlichen „Betläuten", um 19.00 Uhr muss das Rennen beendet sein und „eingelaufen" werden. Denn sonst wird das Ross vom Teufel geholt - so die Sage.