Schießstand am Schattensee

Die Sage rund um das Wasserscheibenschießen

Der sagenumwitterte Volksschatz kennt als Entstehung des Wasserscheibenschießen zwei Überlieferungen...

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  • Die Sage rund um das Wasserscheibenschießen

    Die erste Überlieferung berichtet, daß sich zwei Wilderer ausmachten, einander am Schattensee zu treffen. Einer stand auf der Sonnenseite und einer im Schatten. Der eine spiegelte sich im Wasser, der andere schoß auf das Spiegelbild im Wasser, worauf der erstere tot umfiel.


    Die zweite Überlieferung berichtet, daß im Prebersee ein Heuwagen mit Ochsengespann im Eis einbrach. Die Ochsen konnten noch befreit werden, das Joch ging jedoch unter. Jahre später fand man das Ochsenjoch im Schattensee. Es scheint, daß beide Seen unterirdisch verbunden sind. Das Volk erklärt sich daraus die Oberflächenglätte der Seen.

    Diese Überlieferungen führten zu einem besonderen Brauch. Von einem Ufer des spiegelblanken Sees wird auf das Spiegelbild der am anderen Ufer aufgestellten Zielscheibe geschossen.

    Die von der Wasseroberfläche abprallende Kugel muß die über dem Wasser hängende Kartonscheibe treffen. Die Distanz beträgt 107 m, und der Scheibenmittelpunkt befindet sich 50 cm über dem Wasserspiegel. Es gehört zwar einige Übung dazu, aber es funktioniert.

    Schlaumeier, die direkt auf die Scheibe schießen, haben keine Chance; der Fachmann erkennt aufgrund der Einschußform des Loches den Schwindel.


Wasserscheibenschießen

Beim berühmten Wasserscheibenschiessen handelt es sich um das einzige Schießen auf das Spiegelbild der Scheibe im Wasser, das in dieser Art in der Steiermark durchgeführt wird. 

In ganz Österreich sind es nur zwei Seen, nämlich der Schattensee ( 1318 m Seehöhe ) und der benachbarte Prebersee ( 1514 m Seehöhe ) im Salzburger Lungau, die eine solche Schußtechnik ermöglichen.

Übrigens ist diese sonst nirgends auf der Welt mit solche Präzision möglich, was zahlreiche Versuche in Amerika, Japan und Skandinavien beweisen.

Der Beginn dieses Brauchtums muß bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurückreichen, und zwar in die Franzosenzeit vor dem Wiener Kongress.  

Das Wasserscheibenschießen wurde bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts immer abwechselnd am Preber- und am Schattensee abgehalten. Hernach geriet es durch die Ungunst der Zeit auf der steirischen Seite in Vergessenheit. Durch die Aktivität des Bürgermeisters von Krakauschatten wurde es 1985/86 wiederbelebt. 

In jeder Hinsicht ist das Wasserscheibenschießen eine schöner Brauch, der es verdiente, in der Steiermark wiederentdeckt worden zu sein

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